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mein Beitrags im CQDL: Heft 11/2023. Änderungen und Ergänzungen möglich.
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weitere Bilder und Texte können später folgen
Da entsteht die erste Antenne in der Werkstatt, Messen mit dem NanoVNA und dem VNA-Messport:
Um einen Nachbau einfach zu halten, wurde weitestgehend auf Spezialteile verzichtet. Fast alle Teile werden im Baumarkt angeboten oder sind dort bestellbar. Ausnahmen sind die Koaxbuchse SO239 für PL-Stecker und der Türknopfkondensator mit 68pF, den man bei z.Bsp.ebay oder amazon suchen muss. Eine Baumarktliste zum Download findet sich weiter unten.
Handwerkliches Geschick, gut Löten können auch mit einem kleinen Gaslöter, ein Akkuschrauber mit Holzbohrern sowie gute Metallbohrer sollten vorhanden sein. Aus einzelnen Drähten ins Bohrfutter eingespannt, werden damit auch die verdrillten Leitungen hergestellt. Ein zylindrischer Papierkorb mit 25cm Durchmesser ist das ideale Werkzeug um die 2 Windungen Weichkupferrohr herzustellen. Das notwendige Weißblech nimmt man alternativ von einem Gehäuse entsprechender Größe.
Jetzt steckt man bereits ein etwa 4cm Stück Schrumpfschlauch und die Spannklemme (im Bild markiert) der Einspeisestelle auf das Rohr, denn nach der Herstellung der 90Grad-Bögen bekommt man sie kaum noch um die Bögen geschoben.
Die beiden Rohrenden biegt man gerade und am besten mit einer Rohrbiegezange für 10mm Rohr (kann man z.B. bei amazon bestellen, ist nicht teuer) rechtwinklig nach innen, so dass sich die Enden etwas überlappen. Daraus wird später dann der Kondensator C1. In alle 4 Rohrenden (Loop-L + GammaMatch-L) steckt man einen Messing-Spreizdübel mit innen einem M6-Gewinde. Durch Eindrehen von M6-Schrauben (Gewinde >=20mm lang) im Rohr fixieren.
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An der linken Seite befestigt man das 18cm lange Stück Niedax-Klemmschiene und fixiert die beiden Windungen mit 4 NIEDAX-Klemmen. An der "heißen" Windung links hinten den Schrumpfschlauch mit einklemmen. Die rechte Schiene verläuft schräg und bleibt lose, sie muss etwas verschoben werden können zum Abgleich der Ankopplung. Die Koaxbuchse mit einem Montagewinkel platziert man zuerst lose und schraubt sie erst fest, wenn die Masseleitungen verlegt sind. Die kurzen Isolierstützen aus 12mm HDPE-Vollmaterial kommen vorne und die langen hinten auf die Rohrenden gesteckt.
Detailansichten der GammaMatch-Kontaktierung am Loop im 50 Ohm-Punkt und des KFZ-Relais das ein zusätzliches Masseblech zur Frequenzabsenkung (FM-Relaisbetrieb) schaltet. Die überlappenden Rohrenden mit M6-Maschinenschrauben zum Feinabgleich. Die fertige Antenne und ihr Impedanzverlauf nach der Abstimmung und das Blockschaltbild, siehe die folgenden 2 Bilder. Abseits der Resonanzfrequenz hat jede magn,Loop mehr oder minder totale Fehlanpassung. Es gilt also "Vorsicht walten" beim darauf senden, wenn man die aktuelle Resonanzfrequenz nicht kennt. Schaden an der Endstufe droht.
Für das Masseblech braucht man eine steife Zuleitung, gebildet aus 3 versilberten 1mm Kupferdrähten eng verdrillt, mit dem Akkuschrauber gemacht.
Der Impedanzverlauf mit Resonanz bei 51,2MHz. Das Blockschema dieser Antenne mit Resonanzumschaltung durch eine HF-VOX für 6M-Relaisbetrieb.
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Der im Schaltbild gezeigte Kondensator C1 ist in der Antenne kein diskretes Bauteil, sondern symbolisiert die natürlich
existierende Streukapazität des Aufbaus. Wenn man die effektive Kapazität vergrößert durch hinzufügen eines
Kondensators, ist eine Senkung der Resonanzfrequenz ins 10m-Band möglich. Mehr dazu folgt...
Man sieht bei genauer Betrachtung des Impedanzverlaufs (blauer Kreis) im SmithChart, dass der Kreis nicht durch die "1" geht, sondern etwas links dran vorbei, entsprechend ist die Impedanz mit ca.43 Ohm etwas <50 Ohm. Durch sorgfältiges Verschieben des Ankoppelschiebers wird der Kreis etwas verkleinert und schneidet die "1". Damit erzielt man eine deutlich größere Rückflußdämpfung (gelbe Kurve) bis runter zu -40dB.
Zu der HF-VOX-Schaltung und ihrem Betrieb mit der Loopantenne sind die folgenden Hinweise wichtig:
Die Widerstände R1 bis R9 dienen zusammen mit dem nachgeschalteten Diodenbegrenzer der leistungsabhängigen Pegelanpassung, der Schalter S1 ist je nach zu erwartender maximalen Sendeleistung zu setzen. Mit den angegebenen Widerstandswerten ergeben sich folgende Richtwerte, jeweils >100W, >50W, >25W, >10W, >=3W (Grundempfindlichkeit 10mW).
Die Widerstände sind normale 1/4W Typen, deshalb wird mit Parallelschaltung gearbeitet. Nur R9 ist für QRP-Betrieb, der direkte Durchgang dient nur Messzwecken mit typisch 10dBm. Natürlich sollte immer nur ein Kontakt geschlossen sein. Ausnahme bei QRP falls R9 zu hoch, kann die R7/R8 hinzugeschaltet werden. Die HF wird mit kurzem, dünnem Draht an der Koaxbuchse abgegriffen zum hochohmigen Eingang geleitet. Die Dimensionierung R1 parallel R2 passt bis gut 100W. Damit ist der Ferritkern, Typ amidon BN61-2402, bewickelt mit L1, L2 und L3, vom Sendesignal nicht in der Sättigung. Nur der HF-Teil wird mit der HF-Masse der Station verbunden, der DC-Teil bleibt erdfrei, was an dem anderen Masse-Symbol erkennbar ist. Der Pegel aus dem NanoVNA reicht nicht, um die HF-VOX auszusteuern, deshalb ist ein Reed-Kontakt eingebaut, der von außen mit einem Neodyn-Magnet geschlossen wird, zum Messen beim Abgleich der Antenne. Die Kontroll-LED D11 leuchtet wenn das Relais angezogen hat.
Beim Funkbetrieb in CW, SSB usw. im Bereich bis 51MHz bleibt die HF-Vox durch Abschalten der 12V passiv, sie benötigt einen dauerhaft anliegenden HF-Pegel. Die HF-VOX schützt die Endstufe des Transceivers beim FM-Relais-Betrieb mit Frequenzablage und der dafür abgestimmten Antenne. Bei manueller Relaisschaltung ist es schwer im richtigen Moment zu schalten! Die HF-VOX muss klein aufgebaut sein, sitzt sie doch unmittelbar an der strahlenden Antenne. Die Leiterplatte mißt ca.44 x 37mm, Bezug siehe Baumarktliste. Die gute Anpassung auf der Sendefrequenz mit angezogenem Relais ist wichtiger, als die Anpassung auf der Empfangsfrequenz, wenn es nicht gelingen mag, die 600kHz Abstand der beiden Resonanzen ganz zu erreichen.
Empfehlung: Zum Anschluss der Antenne werden mindestens 10m RG58 empfohlen (hat bei 50MHz 11 bis 12dB/100m). Die Kabeldämpfung verbessert die noch vorhandene Fehlanpassung beim Sendebeginn bis der Relaiskontakt geschlossen ist um ca.2,5dB, beim Empfang dämpft sie allgemein nur unmerklich um ca.1,2dB. Ein weiterer Grund für die Koax-Zuleitung von min.10m RG58/U, ist der nötige Sicherheitsabstand von >5m zur strahlenden Antenne.
Die HF-VOX zieht nur Strom aus dem 12V-Akku um das Relais zu schalten, es fließt absolut Null, wenn nicht gesendet wird. Daher ist hier ein Akku die ideale Stromquelle und sie ist erdfrei! Bitte hier auf keinen Fall ein Netzteil verwenden!! Eine Akku-Ladung reicht für Monate des Betriebs.
Live in Aktion: und die Resonanz: sorry for this video being rather quick & dirty. Man sieht auch deutlich die Empfindlichkeits-Reaktion auf jede Art von Annäherung, im Ton hört man das Relais schalten. Da das NanoVNA nur alle etwa eine gute Sekunde eine neue Messung startet, erscheint die Resonanzumschaltung nach dem Display viel träger als sie in Wirklichkeit ist.
Die Baumarktliste zum Download:
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Zeitablauf der HF-VOX: Das KFZ-Relais mit seinen 40A-Kontakten hat eine etwas längere Schaltzeit, vom Anlegen des HF-Signals bis zum Schließen der Kontakte muss mit typisch 20 bis 50ms gerechnet werden. Es besteht auch eine Abhängigkeit der Schaltzeit von der anliegenden HF-Amplitude, ist sie höher, schaltet es etwas schneller.
Bisher noch nicht ganz abschließend bearbeitet: Verhalten des Transceivers bei kurzzeitiger Fehlanpassung bis die Resonanzlage stimmt. Mein YAESU FT-857D zumindest, hat überhaupt keine Probleme damit.
Das ist einmal vom jeweiligen Gerät abhängig und von der aktuellen Sendeleistung im Bezug auf die gewählte Leistungsstufe am S1 P-select. Ist die Stufe zu hoch gesetzt, kann das Relais nicht mehr sicher und dauerhaft anziehen, dann reagiert der Sender nach kurzem auf das hohe SWR und nimmt Leistung weg, es kann so ein Pumpeffekt entstehen und das Relais klappert. Eine Stufe niedriger setzen vermeidet das Problem.
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Falls die Resonanz noch unter 50MHz liegt, muss der Windungsabstand etwas vergrößert werden. Ich messe an meinem Exemplar oben 7.5cm / unten 2 mal 9,5cm jeweils zur Spulenmitte (Rohrmitte zu Rohrmitte).
Die Idee: Erweiterung der Antenne um das 10m-Band. Durch Hinzufügen einer kleinen Kapazität (steckbar) zu C1, ist ein Bandwechsel in das 10m-Band möglich. Auch die kleinsten Zubauten bringen Kapazitäten mit und es ist nicht einfach wieder eine Resonanz im 6m-Band zu erhalten. Mehr Infos folgen.
eine BNC-Buchse ergänzt
das Zusatz-C aus RG58 steckbar
Der Abgleich ist nicht einfach, schon eine Annäherung verstimmt die Resonanz erheblich
...Fortsetzung folgt...
Auf der Suche nach einem kleinen 6m-Gerät bin ich auf ein Radtel RT-950 PRO gekommen. Es soll laut ersten Werbeaussagen auf 5 Bändern Betrieb ermöglichen (10m 11m 6m 2m und 70cm), nur leider liefert das Gerät nur auf 6m kein Sendesignal ! Ursache wurde erkannt: Ein Bandpassfilter für 10 und 11m ist bei Anwahl des Frequenzbereichs 18 bis 64MHz im Sendezweig und dämpft das 6m-Signal extrem, so dass nichts herauskommt.Auf Rückfrage beim Hersteller gibt es für das 6m-Problem keine Lösung. Zum 10m-Problem steht eine Lösung noch aus. Also ein Konstruktionsfehler, der mit DIY-Mitteln nur schwer zu beheben ist. Noch ein Problem erkannt: Ich messe oben im Relaisbereich bei 29,6MHz eine Ausgangsleistung von etwas mehr als 1 Watt (30,6dBm), also weit weniger als die beworbenen 10 Watt. Auf Nachfrage bestätigt Radtel, dass ca.30dBm factory standard ist.
Das Gerät ist für 6m sendeseitig nicht zu gebrauchen und auf 10m mit 1W und der kleinen Antenne geht auch relativ wenig. Auf 2m und 70cm ist es ok.
Bei Fragen, bitte mir eine Email senden. Ich nutze keine "social medias", kein facebook, bin auch nicht auf YouTube, kein WhatsApp und nichts dergleichen!
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